Langfristig kann ein Unternehmen nur dann erfolgreich sein, wenn es integer handelt, weltweit gesetzliche Bestimmungen einhält und zu seinen freiwilligen Verpflichtungen und ethischen Grundsätzen steht. Bei Volkswagen bedeutet Compliance, sich an die Regeln zu halten. Es ist ein Eckpfeiler des nachhaltigen Geschäfts – eine Ansicht, die ausdrücklich von der Unternehmensleitung geteilt wird. Volkswagen verfolgt einen präventiven Compliance-Ansatz und fördert eine Unternehmenskultur, die potenzielle Verstöße stoppt, bevor sie auftreten. Die Konzerninterne Revision und Konzernsicherheit sowie die Abteilungen Personal und Konzernrecht sind für die notwendigen Ermittlungsmaßnahmen und Reaktionen verantwortlich. Die Leitlinien des Verhaltenskodex des Volkswagen Konzerns sind hier von wesentlicher Bedeutung. Diese wurden in allen konsolidierten Markengesellschaften kommuniziert und sind für alle Konzernmitarbeiter über das Volkswagen Portal zugänglich. Mittlerweile schützen 14 Chief Compliance Officers, 175 Compliance Officers und 500 Mitarbeiter in 49 Ländern die Integrität von Volkswagen. Laufzeit: acht Monate, vom 1. Mai 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Das weltweite Ombudssystem, das seit 2006 in Kraft ist, kann dazu verwendet werden, zwei von der Gruppe ernannte externe Anwälte vertraulich über Korruption, betrügerische Aktivitäten oder andere schwerwiegende Unregelmäßigkeiten (wie Menschenrechtsverletzungen oder ethisches Fehlverhalten) in zehn verschiedenen Sprachen zu melden.

Natürlich brauchen die Personen, die die Informationen zur Verfügung stellen, nicht zu fürchten, von der Firma dafür bestraft zu werden. Ab Dezember 2014 besteht auch die Möglichkeit, einen zusätzlichen Online-Kanal zu nutzen, um mit den Bürgerbeauftragten zu kommunizieren. Ein technisch gesicherter digitaler Briefkasten ermöglicht die Anzeige vermuteter Verstöße – anonym, wenn gewünscht. Im Jahr 2014 gaben die Bürgerbeauftragten 51 Berichte von Personen – deren Details auf Wunsch vertraulich blieben – an den Antikorruptionsbeauftragten des Volkswagen Konzerns, den Leiter der Konzerninternen Revision, weiter. Darüber hinaus erhielt der Anti-Korruptionsbeauftragte direkt Informationen über weitere 89 Fälle. Ein Fall wurde von der Person, die ihn als mögliche Menschenrechtsverletzung meldete, identifiziert. Bei lokalen internen Audits der Marken und Konzerngesellschaften wurden 365 Betrugsverdacht erstattet. Alle Informationen werden weiterverfolgt.

Alle Verstöße gegen Gesetze oder interne Vorschriften werden angemessen geahndet. Im Jahr 2014 wurden im Volkswagen Konzern insgesamt 132 Mitarbeiter aufgrund von Ermittlungen auf der Grundlage der eingegangenen Informationen ermittelt. In 72 dieser Fälle weltweit wurde der Vertrag des Mitarbeiters gekündigt. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr 16 Verträge mit Geschäftspartnern wegen Korruptionsverstößen gekündigt oder nicht verlängert.